Der Begriff Traditionelle Europäische Medizin – TEM – steht nicht für eine weitere spezielle Heilmethode der ganzheitlichen Medizin. Es handelt sich vielmehr um die Zusammenführung der grundlegenden Therapieformen, aus denen sich die Heilkunde Europas über Jahrhunderte entwickelt hat.
Wie auch in anderen traditionellen Heilmethoden, wie der Traditionellen Chinesischen Medizin oder Ayurveda steht der Mensch als Ganzes, also als Einheit von Körper, Geist und Seele, im Mittelpunkt. Behandelt wird der ganze Mensch, nicht nur einzelne Organe. Krankheiten werden nicht als lokales Problem gesehen, sondern als Störung des empfindlichen Gleichgewichts im System Körper-Geist-Seele bzw. dem Energiefluss.
Die traditionelle Europäische Medizin (TEM) arbeitet großteils mit Pflanzen, daneben mineralischen und auch tierischen Heilmitteln, unterstützt durch manuelle Therapien. Alle Heilmittel waren natürlichen Ursprungs, wurden aber in oft aufwendigen Verfahren (zum Beispiel Spagyrik) zubereitet, um auch die Pflanze in ihrer Gesamtheit von Körper-Seele-Geist zu erhalten.
Die sechs Säulen der TEM (Traditionelle Europäische Medizin)
Urtinkturen sind Elemente der Phytotherapie. Sie werden nach den Vorschriften des Schweizer Arzneibuches hergestellt und sind alkoholische Auszüge aus Frischpflanzen. Das Sortiment umfasst ca. 85 Urtinkturen, auch Muttertinkturen genannt.
(Die hier gemeinten, zur Traditionellen Europäischen Medizin gezählten Urtinkturen entsprechen nicht den in der Homöopathie gebräuchlichen Urtinkturen, die nach den Vorschriften des Homöopathischen Arzneibuches angefertigt werden).
Die Gemmotherapie verwendet glyzerinhaltige Auszüge aus dem frischen Embryonalgewebe von Pflanzen. Das heißt aus Sprossen, Wurzelspitzen und Knospen, das besonders reich an Wachstums- und Vermehrungsfaktoren ist.
Das Sortiment umfasst circa 40 Mazerate.
3) Oligotherapie
Die Oligotherapie ist eine Spurenelementetherapie, die vor allem als Ergänzung zur (ganzheitlichen) Pflanzenheilkunde gedacht ist.
Entstehungsgeschichte
Die Oligotherapie geht auf die Methoden der Alchimisten zurück, die aus Pflanzen durch Veraschung Mineralstoffe und Spurenelemente gewannen.
Der Begriff Oligoelement stammt von Gabriel Bertrand, der Ende des 19. Jahrhunderts die mögliche Bedeutung der Spurenelemente im Körper erkannte und diese als Oligoelemente (von griechisch oligos = klein) bezeichnete.
Wirkung von Spurenelementen
Spurenelemente kommen im Körper in nur sehr geringen Mengen, also in Spuren, vor. Trotzdem sind sie lebensnotwendig:
Sie aktivieren Enzyme und steuern Stoffwechselvorgänge, Zellversorgung oder Energiegewinnung.
Aufnahme
Spurenelemente müssen mit der Nahrung aufgenommen werden und im Körper an ihren Wirkungsort gelangen.
Ob sie vom Körper gut aufgenommen und verwertet werden, hängt davon ab, in welcher chemischen Verbindung sie vorliegen.
So wissen wir zum Beispiel, dass Eisen aus pflanzlichem Material nicht so gut verwertet wird wie aus tierischer Nahrung.
Unsere Ernährung ist ausschlaggebend
Moderne Ernährungsgewohnheiten führen oft zu Spurenelementemangel:
Anwendungsgebiete
Die in der Oligotherapie verwendeten Spurenelemente liegen in freier, ionisierter Form vor, das heißt sie sind für den Körper sofort verfügbar und gehen schnell in die Blutbahn über.
Oligoelemente werden dort eingesetzt, wo enzymatische Prozesse blockiert sind.
Auch dort, wo durch Störungen in den Stoffwechselvorgängen effektive Mängel vorliegen, können Spurenelemente diese Defizite beheben.
Beispiel
Eisenmangel durch gestörte Eisenaufnahme oder
Osteoporose durch mangelnde Calciumaufnahme.
Hier benötigt der Körper nicht allein Eisen oder Calcium. Oft wird erst durch die ergänzenden Oligoelemente der Eisen- bzw. Calciummangel
beseitigt.
Einnahme
Im Allgemeinen werden 3x täglich 15 Tropfen in etwas Wasser eingenommen, einzeln oder auch mehrere gemeinsam.
Das Sortiment umfasst ca. 25 Elemente.
4) Lithotherapie
Die Lithotherapie (von griechisch lithos = Stein) stellt eine Ergänzung zur Gemmo- und Oligotherapie dar. Hier werden Mineralstoffe und Spurenelemente in natürlich gebundener Form verwendet.
Damit sollen Spurenelemente und blockierte Enzyme wieder freigesetzt und Stoffwechselvorgänge wieder in Gang gesetzt werden.
Die Verwendung des Gesamtmaterials Stein, in dem die Spurenelemente enthalten sind, entspricht noch mehr dem ganzheitlichen Prinzip, sodass nicht nur körperliche Blockaden, sondern auch solche auf seelisch - geistiger Ebene („Versteinerungen“) angesprochen werden.
Entstehungsgeschichte
Die Lithotherapie geht wie die Gemmotherapie auf Dr. Henri Pol zurück. Ihre Ursprünge liegen aber bereits in der Antike, wo schon pulverisierter Marmor gegen Magenbeschwerden eingesetzt wurde. Die Alchimisten und besonders Paracelsus beschäftigten sich intensiv mit Mineralien, Metallen und Steinen als deren "Körper". Die Homöopathie stellte im 19. Jahrhundert eine Art Weiterentwicklung der Lithotherapie dar. Mineralische Stoffe wurden neben pflanzlichen und wenigen tierischen Mitteln in die Lehre Hahnemanns aufgenommen. Auch die anthroposophische Lehre übernahm Elemente der Lithotherapie und entwickelte sie weiter.
Anwendungen
Wie auch die Oligotherapie dient die Lithotherapie der Verfügbarmachung von Spurenelementen und Freispielung blockierter Enzymketten.
Im Gegensatz zur Oligotherapie, wo einzelne Spurenelemente verabreicht werden, kommen hier die gesamten spurenelementhaltigen Mineralien zum Einsatz - in der homöopathischen Verdünnung D8, der für die Aufnahme besten Verdünnung.
Die Anwendungsgebiete reichen von Entzündungen über Magenbeschwerden bis zu Schlafstörungen und Hautproblemen. Die Palette umfasst rund 40 Präparate.
Die Aromatherapie verwendet ätherische Öle, die durch Destillation, Auspressen oder Einschneiden aus Pflanzen gewonnen werden. Nur wenige ätherische Öle sind zur Einnahme geeignet und davon nur die besten Qualitäten in Hinblick auf Reinheit.
Spagyrische Zubereitungen gehen auf die Herstellungsverfahren der Alchimisten des Mittelalters zurück. Sie wurden in einem aufwendigen mehrstufigen Verfahren aus Pflanzen hergestellt, um auf diese Weise alle Elemente der Pflanzen im ganzheitlichen Sinn zu gewinnen.
In der TEM werden rund zehn spagyrische Grundmittel (Elixiere) verwendet und unter dem Begriff Alcahest zusammengefasst.
Die Bezeichnungen geben Auskunft über ihre ganzheitliche Zuordnung:
Das Angebot unserer Apotheke in Salzburg zur TEM
Sämtliche Präparate der TEM /Traditionellen europäischen Medizin:
Unser Tipp zur Traditionellen Europäischen Medizin:
Bücher zum Thema, z.B.: B. Olesko:
Die Kraft der Pflanzen
(Geschichte und Verwendung pflanzlicher Heilmittel in der Traditionellen Europäischen Medizin)